"Metro für alle", für eine Île-de-France, die für alle Reisenden zugänglich ist

In der Île-de-France sind 4 von 10 Menschen vorübergehend oder dauerhaft behindert.
Der öffentliche Verkehr, eine Säule der Chancengleichheit und Lebensqualität in der Stadt, muss einen vereinfachten Zugang zum sozialen Leben, zur Bildung und zur Beschäftigung für alle gewährleisten, indem die kollektiven Mobilitätsdienste an die Realität und die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Fahrgäste angepasst werden.
Eltern mit Kinderwagen, ältere Menschen (14,7 % der Einwohner der Ile-de-France werden 2027 über 65 Jahre alt sein, d. h. mehr als eine Million Menschen), kleine Kinder, Reisende mit Gepäck, schwangere Frauen: Über die Behinderung hinaus kommt die Zugänglichkeit des Verkehrs allen Reisenden zugute, vom kleinen bis zum älteren Alter.
"Metro für alle": ein ehrgeiziges und notwendiges Gemeinschaftsprojekt
Obwohl 100 % der U-Bahn-Linien heute für geistige, visuelle und auditive Behinderungen zugänglich sind, sind sie für einige immer noch ungeeignet für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und die tägliche Realität vieler Fahrgäste.
Mit dem Projekt "Metro für alle", das 2024 zu einem wichtigen regionalen Anliegen erklärt wurde, will Valérie Pécresse, Präsidentin von Île-de-France Mobilités und der Region Île-de-France, die komplexe Herausforderung der Barrierefreiheit angehen.
Die Umgestaltung der Pariser Metro, die über 20 Jahre auf 20 Milliarden Euro geschätzt wird, ist ein notwendiges, aber heikles Projekt. Warum? Das historische Netz unterliegt vielen technischen Schwierigkeiten.

Die Grundlagen der "Metro für alle", heute über den Verkehr von morgen nachdenken
Um das Projekt zum Leben zu erwecken, organisierte Île-de-France Mobilités am 10. Oktober 2024 die Konferenz "Metro für alle".
Nutzerverbände, Betreiber, engagierte Persönlichkeiten, Spezialisten für Barrierefreiheit, Vertreter des Staates und der Region setzten sich an einen Tisch, um sich mit dem Thema zu befassen, den Reisenden in den Mittelpunkt der Überlegungen zu stellen und über die Machbarkeit und Finanzierung der Zugänglichkeit des U-Bahn-Netzes der Ile-de-France nachzudenken.
Die 3 Fortschritte des Projekts "Metro für alle"
- 1 Mio. EUR für den Abschluss der Machbarkeitsstudie zur Barrierefreiheit der Linie 6 (erste Pilotlinie, die barrierefrei gemacht wurde)
- Schaffung eines Ausschusses "Metro für alle" mit der Region, der Stadt Paris, den betroffenen Departements, der RATP und dem Staat, um Hand in Hand zusammenzuarbeiten
- Strukturierung des Ansatzes, um die ersten Studien zur Linie 6 zu starten, Hand in Hand mit den Partnern, mit einer Phase des gemeinsamen Aufbaus mit den Verbänden
Was wäre, wenn wir es täten? Der Fall der Linie 6

Die mythische Linie der Pariser Metro, die Paris durchquert und mit dem Eiffelturm flirtet, die Metrolinie 6, wurde für eine Machbarkeitsstudie ausgewählt.
Mit neun Hochstationen, vier halb unterirdischen, sieben einfachen unterirdischen und unterirdischen Stationen mit einer großen Anzahl von Verbindungen wie Nation und Charles de Gaulle Étoile, ist die Linie 6 ein perfektes Beispiel, um über die Zugänglichkeit der U-Bahn nachzudenken und realistische Szenarien und konkrete Lösungen zu üben.
Die verschiedenen Szenarien für die Barrierefreiheit der Linie 6
Für die Linie 6 werden nun mehrere Optionen in Betracht gezogen, von der "Perlen"-Zugänglichkeit (Zugänglichmachung einer Reihe aufeinanderfolgender oder verstreuter Stationen) bis hin zur vollständigen Zugänglichkeit der Linie.
Szenarien, die in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Paris, Feuerwehrleuten, Betreibern und Architekten der Bâtiments de France diskutiert und durchdacht werden, um die Machbarkeit des Projekts entsprechend den denkmalgeschützten Gebäuden, der Sicherheit der Passagiere, den Auswirkungen auf den allgemeinen Verkehr oder den Risiken aufgrund des Vorhandenseins unterirdischer Gas- und Wassernetze zu gewährleisten.
Projekt "Metro für alle": die nächsten Schritte
Nach einer ersten Phase der Studie und des Interviews mit Nutzern, Verbänden und Experten tritt das Projekt "Metro für alle" in eine ganz neue Phase ein.
Anfang 2025 wird eine Konsultation mit Verbänden und Verkehrsunternehmen es ermöglichen, einen Aktionsplan zu verfeinern, bevor die ersten Anpassungsarbeiten eingeleitet werden, die vom Staat, der Region Île-de-France und der Stadt Paris unter der Leitung von Île-de-France Mobilités und dem technischen Design der RATP kofinanziert werden.
Ein entscheidender Schritt hin zu einer inklusiveren Mobilität
Das Projekt "Metro für alle" markiert einen historischen Wendepunkt in der Verkehrsrevolution der Ile-de-France mit einem klaren Ziel: jedem das Recht zu geben, sich in der Île-de-France frei und in Würde zu bewegen.